FeedLewald (Fanny)
GeschichteBrockhaus 1882

Lewald (Fanny), namhafte deutsche Romanschriftstellerin, eine Verwandte des vorigen, geb. 24. März 1811 zu Königsberg in Preußen, von israel. Abkunft, trat im 17. Lebensjahre zum Christentum über und war frühzeitig auf novellistischem Gebiete und als Reiseschriftstellerin (Ital. Bilderbuch o,‚ 2 Bde., Berl. 1847, dem später das «Reisetagebuch aus England und Schottland o, 2 Bde., Braunschw. 1852, te) thätig. Seitdem veröffentlichte sie eine Reihe von Romanen, Novellen und andern Schriften, die zum Teil viel Aufmerksamkeit erregten. Dahin gehören: „Diogena, Roman von Iduna Gräfin H. H.) (2. Aufl., Lpz. 1847), eine Persiflage der Gräfin Hahn-Hahn; Prinz Louis Ferdinando (3 Bde., Bresl. 1849), «Erinnerungen aus dem Jahre 18485 (2 Bde., Braunschw. 1850), die Dorfgeschichte Das Mädchen von Hela⸗ (2 Bde., Berl. 1860), die Romane Von Geschlecht zu Geschlecht » (S Bde., Berl. 1863-65), (Die Erlöserino (1873), 4Benedikt » (1874), 4Benvenuto (1875), (Stella (1883) und die Autobiographie Meine Lebensgeschichte (6 Bde., Berl. 1861). Eine Auswahl ihrer Schriften 956 7 unter dem Titel cGesammelte Werkey ar Bde., Berl. 1871 —75). Die Frauenfrage behandelte sie in 4& Osterbriefe für die Fraueno (Berl. 1863) und „Briefe für und wider die Frauenv (2. Aufl., Berl. 1875). Seit 1846 lebt sie meist in Berlin und vermählte sich 1855 mit A. Stahr Rar 1876).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 44Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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