Frankenjnra, Fränkischer Jura, auch Fränkische Alp heißt die Fortsetzung des Schweizer und Schwäbischen Jura vom nördl. Donauufer bis in die Maingegenden, das nördl. Bayern in zwei Hauptarmen durchstreifend, deren einer zwischen Donauwörth und Regensburg sich an die Donau lehnt, der andere zwischen Regnitz und Naab ansetzt und nordwärts bis zur Mainbiegung bei Lichtenfels reicht. Die einzelnen Partien tragen verschiedene Namen, so im südl. Arme der Hah— Eichstädter oder Altmühl-Alp (Wülzburg bei Weißenburg 618 m) u. s. w., im nordöstl. Arme das Muggendorfer Gebirge oder die Fränkische Schweiz, welche die fischreiche blaue Wiesent belebt, die durch das schönste der vielen anmutigen Bergthäler strömt, deren Hlen Hels. von alten Burgen gekrönt, mit grotesken Felsgebilden geschmückt sind. Schon der südl. Teil ist reich an vielgestaltigen Höhlenbildungen im Altmühlthale, an der Lauterach, zwischen Vils und Pegnitz, bei Sulzbach, Altdorf und Auerbach. Viel großartiger aber sind die berühmten Tropfsteinhöhlen des Muggendorfer Gebirges. (S. Muggendorf.) Außer Muggendorf sind Streitberg, Gößweinstein, Pottenstein, Wiesenburg und Rabeneck die besuchtesten Punkte der Fränkischen Schweiz, die man am besten von der Station Forchheim (zwischen Erlanen und Bamberg) aus besucht. Durch den südl. Leil des F. I sich die alte Teufelsmauer, das Castrum Hadrianum, welches die röm. Besitzungen vom Gebiete der Germanen trennte. Charakteristisch sind im F. und insbesondere im mittlern Teile die vielen trockenen, wasserarmen Thäler. Die wenigen Gewässer strömen nicht aus dem Ge—⸗ birge, sondern durch dasselbe. Die Verbindung des . mit dem Schwäbischen oder der Rauhen Alp heißt Frankenhöhe (s. d.). rankenstein, Kreisstadt in der preuß. Provinz Schlesien, Regierungsbezirk Breslau, am Einfluß des Weigelsdorfer Wassers in die Pause und an den Linien Raudten-F. der Breslau-Schweidnitz-Freiburger und F.⸗Neisse-Kosel der Oberschlesischen Eisenbahn, ist gut gebaut und mit Mauern umgeben, Sitz eines Landratamts, eines Amtsgerichts und der Münsterberg-Glatzer Fürstentumslandschaft, welche die Kreise Glatz, Münsterberg, Frankenstein, Habelschwert und Neurode umfaßt, hat eine evang. und eine kath. Pfarrkirche, ein kath. Progymnasium, eine r Töchterschule, eine Diakonissenanstalt, ein kath. Waisenhaus und ein Kloster der barmherzigen Brüder und zählt (1880) 7861 meist kath. E., welche Wagenfabriken, Tischlereien, Strohflechtereien unterhalten und bedeutenden Getreidehandel treiben. Die Stadt brannte 1858 fast ganz ab, hat aber seitdem durch Neubauten sehr gewonnen. rankenstein, Burgruine bei Eberstadt (s. d.) im Großherzogtum Hessen.