Frankenhausen, Hauptstadt der Unterherrschaft des Fürstentums Schwarzburg-Rudolstadt, liegt an einem Arme der Wipper und zählt (1880) 4985 E., mit Altstadt F. 5867 E. Die Stadt ist Sitz eines Landratsamts, eines Amtsgerichts, eines Rent⸗ und Steueramts, eines Forstamts, eines Salzzollamts und der Superintendentur für die Unterherrschaft, hat drei Kirchen, ein fürstl. Schloß mit Garten, ein neues Rathaus, eine Realschule, eine höhere Töchterschule und ein Schullehrerseminar, eine große Zuckerfabrik, Cigarren⸗ und Perlmutterknopffabriken. Die Saline zu F. liefert jährlich etwa 20000 t Kochsalz und ist mit einem Solbad verbunden. In der Umgebung liegen Braunkohlenwerke. F. ist geschichtlich merkwürdig durch die Schlacht vom 15. Mai 1525, in welcher die aufrührerischen Bauern unter Thomas Münzer von den sächs., braunschw. und hess. Truppen an dem davon benannten Schlachtenberg, einem Abhange des Kyffhäuser, geschlagen wurden.