FeedFredon (frz.)
MusikBrockhaus 1882

Fredon (frz.), in der Musik: kurze Roulade, Triller; Fredonnement, Gesumme, Gemurmel; fredonnieren, trillern, vor sich hin summen. Seedrikehamu Fort bei Warholm (s. d.). redrikshamn (d. h. Friedrichshafen, finn. Hamina), Hafenstadt und Festung im finn. Gouvernement Wiborg, auf einer Landzunge des Finnischen Meerbusens, 255 km im Westnordwesten von Petersburg, hat ein finn. Kadettenkorps und Poom (1880) 2760 E. Die Straßen laufen fächerörmig von dem auf einem Hügel gelegenen Stadthause aus. Außer letzterm sind bemerkenswert die alte got. Marienkirche, zur Zeit der Gründung von F. erbaut, die 1832 errichtete griech. Kirche und die schwed. Johanniskirche von 1839. In der Nähe der Stadt befinden sich viele Landhäuser und Fabrikanlagen. Der Hafen versandet von Jahr zu Jahr mehr; auch die Festungswerke sind im Verfall. Der Ort wurde 1656 unter dem Namen Wekkelaks angelegt und 1723 als Stadt privilegiert; damals erhielt sie auch zu Ehren des Gemahls der schwed. Königin Ulrike Eleonore, Friedrichs von Hessen-Kassel, ihren jetzigen Namen. Im J. 1724 wurde F. mit Wällen und Redouten umgeben, später nach Baubans System befestigt, 1743 an Rußland ab-Cämede Juli 1788 ward der Ort von den chweden belagert; 24. Aug. 1789 wurde bei F. die schwed. Schärenflotte von den Russen geschlagen; am 15. Mai 1790 erfocht bei Svensksund unweit F. die schwed. Schärenflotte unter Gustav III. einen Seesieg über die Russen unter dem Prinzen von Nassau-Siegen. Durch den zu F. 17. Sept. 1809 zwischen Rußland und Schweden abgeschlossenen Frieden kam Finland vollends an Rußland.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 7, S. 255Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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