Freeman (Edward Augustus), namhafter engl. „Geschichtschreiber, geb. 1823 als Sohn eines Landedelmanns in Herborne in Staffordshire, machte seine Studien in Oxrford, wo er 1845 zum Fellow von Trinity-College gewählt wurde, und widmete sich dann besonders historischen Arbeiten, die außer der politischen Geschichte auch die Geschichte der Kunst umfaßten. Nachdem er seine Laufbahn als Schriftsteller mit A history of architecture (1849), An Essay on window'traceryr (1850) und The architecture of Llandaff cathedralo eröffnet, erschien von ihm auf Veranlassung des Krimkriegs A history of the Saracens „ (1856) und auf Veranlassung des amerikanischen Kriegs 4 history of tederal governmento (1863). Hieran schloß sich sein auf den umfassendsten Quellenforschungen beruhendes und für die Epoche, die es behandelt, als grundlegend anerkanntes Hauptwerk „History of the Norman conquest of England, its causes and its resultso (6 Bde., 1867—79). Unter seinen andern, durch Gründlichkeit, Frische und Originalität ausgezeichneten historischen Schriften verdienen Erwähnung: 4Old English history (1869); History of the cathedral church of Wellso (1870); &Growth of the English Constitutiono (1872); 4General sketch of European historys (I. bis 5. Aufl. 187²2); „Comparative Politicso (1873) und AHistorical and architectural sketches, chiefly Italiano (1876). Eine Sammlung seiner Beiträge zu verschiedenen Zeitschriften gab er unter dem Titel Historical essayso in drei Serien (1871 — 79) heraus. Die engl. Politik in der oriental. Frage, an deren Erörterung während des Serbischen und des Russisch-Türkischen Kriegs F. sich in der Tagespresse auf hervorragende Weise in türkenfeindlichem Sinne beteiligte, bot ihm Veranlassung, seine frühern Studien über die türk. Geschichte von neuem aufzunehmen, deren Resultate er in dem Werke The Ottoman Porte in Europe, its nature, its growth and its decline (1877) niederlegte. Eine 1880 unternommene Reise durch die Länder an der Ostküste des Adriatischen Meers beschrieb er in «Sketches from the subject and neighbour lands of Venicey (1881). Außerdem erschien von ihm das in polit. wie in histor. ⸗geogr. Hinsicht gleich wertvolle Werk The historical geography f Europen (1 Bd. Text und 1 Bd. Karten, 1881; 2. Aufl. 1882) und, als Fortsetzung seiner Geschichte der normann. Eroberung, «The reign of William Rufus and the accession of Henry I„ (2 Bde., 882). Im J. 1882 unternahm er eine Reise nach Rordamerika, in deren Verlauf er an verschiedenen Orten histor.Polit. Vorlesungen hielt. ie geb. 1836 zu Boston, bildete sich unter Greenough itund 1861 zu Florenz aus und ließ sich 1862 in Rom nnieder. Ihre bekanntesten Arbeiten sind: Büste des n.Engels Sandalphon, Relief der sieben Wochentage, rKamingesims mit den Gestalten des Julfestes u. s. w. 0 Freemantle, Hafenstadt an der Mündung des nSwanriver in Westaustralien (s. d.). e Freer (Martha Walker), engl. Geschichtschrei— „berin, geb. 25. Okt. 1822 in Leicester, bereiste Frankreich, Italien und Spanien zum Zweck archivalischer nForschungen und veroffentlichte eine Reihe vorzugsesweise die franz. Geschichte des 16. und 17. Jahrh. behandelnder histor.⸗biogr. Werke, die besonders über die Sittengeschichte jener Cpoche interessante Aufschlüsse bieten. Seit 1861 mit dem Geistlichen John Robinson in der Nähe von Nottingham verheiratet, schriftstellerte F. doch unter ihrem frühern Namen weiter. Es erschien von ihr: The life of Marguerite d'Angouléème, Cueen of Navarrer (2 Bde., 1854), Jeanne d'Albret, Oueen of Navarren (2 Bde., 1855), Elisabeth de Valois and the court of Philipp II (2 Bde., 1857), Henry III, king of France and Poland, his court and times (3 Bde., 1858), (History of the reign of Henry IVy (2 Bde., 1860), Henry IV and Marie de Medicio (2 Bde., 1861), The married life of Anne of Austria (2 Bde., 1864) und «The Regency of Anne of Austria (2 Bde., 1866).