Frere (Charles Theodore), franz. Maler, geb. 24. Juni 1815 in Paris, trat in das Atelier Cogniets ein, wurde durch diesen von dem histor. Genre abgelenkt und entfaltete eine reiche Thätigkeit als glücklicher Schilderer des Volkslebens, der Landschaft, Architektur und des Städtewesens südlicher Gegenden. Den Zug gegen Algier machte der Künstler 1836 mit und besuchte dann fast alle Länder um das Becken des Mittelmeers. Mit reichen mmlungen an Skizzen und Aufnahmen begab er sich nach Frankreich zurück und begann dieselben in einem Zeitraum von einem Jahrzehnt in einer Reihe Olbildern zu verwerten. Solche Werke sind: r Harem in Kairo, der Samum die ägypt. Ruinen bei Theben, die Insel Philä, die Mekkapilger u. s. w. m J. 1869 ging F. im Gefolge der Kaiserin genie abermals nach Agypten und verblieb seitm, stets unermüdlich Neues schaffend, in Kairo. Sein Bruder, Pierre Edouard, geb. 10. Jan. 1819 in Paris, siedelte sich, nachdem er die Ecole des beaux arts absolviert und bei Delaroche gelernt hatte, in Ecouen an. Ganz im Gegensatze zu Charles pflegt er das Genre des heimatlichen Lebens, und weiß mit inniger Gemütlichkeit kleine Sceuen zu schildern. Bilder dieser Art waren sein kleiner Gourmand, die kleine Köchin, die Sonntagstoilette, die Heimkehr vom Bade. Kindergeschichten gelingen dem Künstler am besten.