Fresko gemalt. Die Düsseldorfer Schule hat nur wenige Fresken geliefert, aber darunter Vortreffliches, wobei besonders eine kräftigere Individualisierung zu rühmen ist. Mücke malte in der Andreaskirche zu Düsseldorf eine Madonna mit zwei Heiligen. In Schloß Heltorf malte Lessing, welchem sonst die F. wenig zusagte, die Schlacht bei Iconium, während sein herrlicher Entwurf der Erstürmung derselben Stadt von Plüddemann ausgeführt wurde. Unter Leitung Degers haben mit ihm Ittenbach und die Brüder Müller im Auftrage des Grafen Fürstenberg-Stammheim die Ausmalung der St. Apollinariskirche bei Remagen aufs herrlichste vollendet. Manches Bedeutende hat E. Steinle geleistet, welcher sich am meisten der Richtung Overbecks nähert. Abgesehen von den Fresken im Schlosse Rheineck sind die Cherubim im Chore des kölner Doms sein Werk, sowie die Fresken im Schlosse Stolzenfels. In Sachsen malten Peschel und Preller die Wandbilder in dem sog. Römischen Hause in W Vogel mehreres in der Schloßkapelle zu Pillniß. Das Umfassendste aber sind Bendemanns Fresken im königl. Schlosse zu Dresden. Auf dem Schlosse Rosenstein bei Stuttgart hat Ant. Gegenbauer einen Saal samt Kuppel mit Fresken aus dem Mythus der Psyche, in den Zimmern des Residenzschlosses in Stuttgart Darstellungen aus der württemb. Geschichte gemalt. Osterley schmückte die Schloßkirche zu Hannover mit einem Freskobilde. Endlich ist noch zu erwähnen deh Veits großes Freskobild im RN des Städelschen Instituts zu Frankfurt a. M. Cornelius' Berufung nach Berlin veranlaßte zunächst die Aus-Borball der herrlichen Entwürfe Schinkels für die orhalle des Museums. Kaulbach hat die große Unternehmung, das Treppenhaus des Neuen Museums mit (stereochromatischen) Fresken zu schmücken, fast zu Ende geführt. Der Dom zu Speier erhielt Fresken von Schraudolphs Hand. Die neuen Bauten in Wien, so die Altlerchenfelder Kirche und das Arsenal, wurden, jene von Führich, Engerth und Kupelwieser, dieses von Blaas, mit Fresken versehen; die Votivkirche erhielt ihren Freskenschmuck von Laufberger, Jobst, Werndle u. a., die neue Oper von Schwind, Engerth, Sturm u. a. In Weimar malten Preller, Neher und Jäger im Schlosse die sog. Dichterzimmer aus; Schwind zierte die Wartburg mit Freskogemälden. In England wurden die neuen Parlamentshäuser mit Fresken versehen. In Italien beschränkt sich die neuere F. auf Nachklänge der Davidschen Schule, wie die Fresken Appianis im königl. Palaste zu Mailand und die Benvenutis in der hintern Kuppel von San-Lorenzo in Florenz, sowie einige Plafonds im Palast Pitti beweisen. Am meisten leistet Paris in neuester Zeit. Anfangs wollte allerdings das Technische nicht gelingen, sodaß man es vorzog, manches, z. B. die Deckengemälde einer Reihe von Sälen im Louvre und die Kuppel des Pantheon, in Ol zu malen. Auch sind die franz. Fresken fast durchgängig im Stile der Olmalerei gehalten, was z. B. von den meisten Fresken der Madeleine und der Kirche Notre-Dame de Lorette gilt. Der einzige, welcher in Farbe und Anordnung dem wahren Freskobilde nahe kommt, ist A. Couder in seiner Magdalena beim Gastmahl des Pharisäers Simon. Höchst unbedeutend sind die meisten Fresken in Notre-Dame de Lorette; nur in dem untern Bilde der Apsis und in der Taufkapelle offenbart sich wenigstens ein Verständnis der Prinzipien der Münchener Schule. Die massenhaften Arbeiten im histor. Museum zu Versailles sind sämtlich in Ol ausgeführt. Zahlreiche Künstler, wobei sich mehrere Schüler von Ingres, namentlich Jollivet, auszeichneten, schmückten die alten und neuen pariser Kirchen. St.⸗Germain (Aurerrois, St. Gervais, St.⸗Amhroise und Ste.⸗ Elisabeth enthalten eine Reihe dieser neuen Fresken; an denen in St.Vincente de Paul ist vorzüglich der Deutsche Bouterwek beteiligt. Als die bedeutendsten Fresken in Frankreich gelten die Krönung Homers von Ingres, ein Deckenbild eines Saals im Louvre, und die allegorische Darstellung der Künste von Paul Delaroche, ein Wandbild (das Hemicycle) im Palais des beaux arts.