Fuchs (Joh. Nepomuk von), verdienter Mineralog und Chemiker, geb. 15. Mai 1774 zu Mattenzell bei Bremberg am Bayrischen Wald, widmete sich erst zu Wien und Heidelberg der Medizin, seit 1801 aber zu Freiberg, Berlin und Paris chem. und mineralog. Studien und habilitierte sich 1805 für diese Wissenschaften zu Landshut, wo er bereits 1807 eine ordentliche Professur erhielt. Nachdem er 1823 um Konservator der mineralog. Sammlungen zu unchen ernannt worden, siedelte er mit der Universität von Landshut dahin über und übernahm n 1826 die Professur der Mineralogie. Neben einem akademischen Lehramt wirkte er auch 1833 —49 als Mitglied des Obermedizinalausschusses und 1835—44 als Oberberg⸗ und Salinenrat. Seit 1852 in den Ruhestand versetzt und im Dez. 1854 in den erblichen Adelsstand erhoben, starb er 5. März 1856 zu München. F. hat der Mineralogie und anorganischen Ehemie durch zählreiche Entdeckungen wesentliche Dienste geleistet. In weitern Kreisen ist 6. bekannt durch die Erfindung (1823) des Wasserglases (s. d.) und die Anwendung desselben auf die Stereochromie (.d.). Er selbst veröffentlichte hierüber „Bereitung, Eigenschaften und Nutzanwendung des Wasserglaseso (Münch. 1857). Ferner schrieb er: «über den gegenwärtigen Einfluß der Chemie und Mineralogien (Münch. 1824), die Abhandlungen über den Eds Münc die Schrift lber die Theorien der Erder (Münch. 1844), in der er gegen die sog. Erhebungstheorie auftrat; die «Naturgeschichte des Mineralreichso (Kempten 1842). F. Gesammelte Schriftend gab Kaiser (Münch. 1856) heraus.