Fumärsäure, Flechtensäure, Glaueiumsäure, Boletsäure, Paramaleinsäure 1833 von Winckler aus dem blühenden Kraut von Fumaria officinalis dargestellte organische Säure, die seitdem in verschiedenen Pflanzen aufgefunden ist und ziemlich verbreitet im Pflanzenreich vorzukommen scheint. Künstlich läßt sie sich durch Erhitzung von Apfelsäure (s. d.) erhalten. Zur Abscheidung der F. aus Pflanzenextrakten verdampft man deren Abkochung zum dünnen Sirup, macht denselben mit Salzsäure sauer und läßt mehrere Tage stehen. Bei Anwesenheit von F. scheidet dieselbe sich in krystallinischen Krusten ab, die durch Umkrystallisieren aus heißem Wasser gereinigt werden. Die reine F. krystallisiert aus heißem Wasser in kleinen Prismen, die zur Lösung 2—300 Teile kalten Wassers erfordern, in Alkohol und Äther aber leicht löslich sind. Mit er bildet sie meist leicht krystallisierende Salze. Beim Erhitzen auf 200 wird sie pabe Teil unzersetzt verflüchtigt, zum Teil geht sie abei in das Anhydrid der ihr isomeren Maleinsäure über. Von naszierendem Wasserstoff wird sie in Bernsteinsäure verwandelt.