Gleditschia L., eine von Linné nach seinem Freunde Joh. Gottlieb Gleditsch (s. d.) benannte, zu den Leguminosen gehörige Gehölzgattung. Alle ihre Arten zeichnen sich durch starke Bewehrung, feingefiederte Belaubung und leichten Kronenbau aus, dagegen sind ihre grünlichen Blüten sehr unbedeutend. Die Gleditschien werden weniger häufig als Parkgehölz benutzt, als sie es verdienen, und eignen sich eigentlich auch nur für kleine isolierte Gruppen, in denen die Eleganz ihrer Erscheinung zur vollen Geltung kommt, was in Massenpflanzungen nicht der Fall ist. 467 Die in den Gärten häufigste Art ist G. triacanthos, zugleich auch die schönste ihrer Gattung, ein 15 —20 m hoher, rundlich breitkroniger Baum. Die in den Blattachseln stehenden dreiteiligen Dornen sind nichts anderes als verkümmerte Astchen; sie werden mit der Zeit sehr lang und außerordentlich hart. Auch am Stamme entwickeln sich Dornen aus Adventivknospen und bilden eine ganz ernstliche Bewehrung, welche Gartenbesitzern oft den Gedanken nahegelegt hat, dieses Gehölz zur Anlegung von Zäunen zu benutzen. Einen sehr pittoresken Anblick gewährt der Baum im Herbst, wenn von seinen Zweigen die platten, lederartigen, glänzend braunen Hülsen in Menge herabhängen. Von G. triacanthos hat man auch eine Form mit hängenden Zweigen, var. Bujoti, welche wie die Stammart isoliert und in windsicherer Lage angepflanzt zu werden verdient. Die Stammart ist in Canada und den nördl. Teilen der Vereinigten Staaten einheimisch, wie auch G. monosperma, ein gleichfalls schöner und wetterharter Baum, dessen kurze Hülsen nur einen einzigen Samen enthalten. Die übrigen Arten, welche sich in der Hauptsache fast nur durch die relative Länge und Stärke der Dornen unterscheiden, sind auf dem alten Kontinent zu Hause, alle aber sind wertvolle Zierbäume, werden jedoch weniger häufig benutzt, als sie es zu sein verdienen. Für eine eigentliche Einfriedigung der Gärten sind sie trotz ihrer starken Dornen nicht geeignet, da sie zu rasch in die Höhe gehen und trotz des energischsten Schnittes am