Baldriansäure (gewöhnliche Baleriansäure), C,HIO. oder C. Ha. COOOH, eine flüchtige organische Säure, welche sich als Isovaleriansäu re fertig Baldriat im Baldrian und dem daraus gewonnenen Baldrianöl findet und aus dem sauren wässerigen Destillat durch Neutralisieren mit kohlensaurem Natron, Verdampfen der Lösung und Abscheiden mit Schwefelsäure gewinnen läßt. Leichter allone man sie durch Oxydation des Gärungsamylleriansäure entsteht. Der erstere ist Hauptbestandteil des Apfelöls (s. d.). Das dabei gewonnene aermgen Boit Valeriansäure verdampft man zum geringen Volumen und fügt Schwefelfäure hinzu, wobei sich die Valeriansäure als Sl abscheidet. und rektifiziert. Die reine Säure bildet eine farblose, ölige Flüssigkeit von 0,80 spez. Gew., welche in 30 Teilen Wasser und ist, einen höchst unangenehmen Geruch hat und bei 175 C. siedet. Sie verbindet sich leicht mit Basen und bildet damit meist gut krystallisierende Sal e, von denen das valeriansaure Zink offizinell il. Außer der gewöhnlichen B. sind noch zwei isomere Valerianäuren bekannt, und zwar die normale Valerianaure oder Butylcarbonsäure ölige Flüssigkeit, riecht der Buttersäure ähnlich, schwer in Wasser löslich, siedet bei 185, und die Trimethylessigsäu re, fest, krystallinisch, in 40 Teilen Wasser löslich — bei 34 und siedet bei 164·. Die gewöhnliche ist als Acidum valerianicum in die HBald Pharmakopöe aufgenommen.