Furios (auch furiös, lat.), wütend. Furioso (ital.), feurig, stürmisch, rasend, wird in der Musik gebraucht, wenn der Vortrag derselben das höchste Maß der Aufregung erreichen soll. urka (die), der höchste fahrbare Alpenpaß der Schweiz, liegt an der Grenze der Kantone Uri und Wallis, auf der Wasserscheide zwischen Reuß und Rhöne. Die Poststraße über die F., 1873—75 von der Eidgenossenschaft und dem Kanton Uri erstellt, von Andermatt im Urserenthale bis Gletsch im Oberwallis 84 kmnlang, zweigt bei Hospenthal 1484 m südwestlich von der Gotthardstraße ab und steigt der Realper Reuß entlang durch das einförmige Urserenthal über Realp 1542 m zum Fuße des Bergs, überwindet mit großen ch ul die steilen Hänge der Fuchseneck und zieht sich über Alpweiden hoch über der Reuß zur Paßhöhe (2436 m, 22 km von Andermatt) hinauf, die nördlich von den Gipfeln der Urneralpen (Galenstock 3597 m, Furkahorn 3028 m), südlich von den Vorposten der Gotthardgruppe (Mutthorn 3103 m, Blauberg 2771 m) überragt, eine prachtvolle Aussicht auf die Berner⸗ und Walliseralpen gewährt und in ihrem wohleingerichteten Gasthause ein gutes Standquartier für Exkursionen in den Urner⸗ und Gotthardalpen darbietet. Von der Höhe senkt sich die Straße zu den Galenhütten 2407 m und Mievt sich dann in großen Windungen, dem linken Ufer des Rhönegletschers folgend, zu dem Bergwirtshaus Gletsch 1753 m hinab, wo sich die Furkastraße und der Grimselweg an die Hauptstraße des Wallis anschließen. Die großartige Aussicht der Paßhöhe und die Blicke auf den zerklüfteten Rhönegletscher, welche die Walliserseite des Passes bietet, machen die F. zu einer der lohnendsten Bergstraßen der Alpen. urlane (Tanz), s. Forlane. urlaner, die Bewohner von Friaul (s. d.). urlong (das mittellat. furlongus, furlongia, forlonga), ein größeres brit. Längenmaß von 40 Ruten (Poles), 220 Hards oder 660 Sch 201,1002 m. Bis Ende 1825, bis wohin in Schottland und Irland die ältern provinziellen und loland das F. ein Achtel der schott. Meile, 10 Ketten (Chains), 40 Fells (Roods), 240 Ellen (Ells) oder 720 schott. Fuß = 744 engl. Fuß oder 248 engl. Yards = 226,60 m, während in Irland das F. 40 Poles oder Perches zu 7 irischen oder engl. Hards, mithin 280 Hards hatte, = 840 irische oder engl. Fuß = 256,30 m. Fuen Fischart, s. unter Plötze. urneaux-Inseln, zu der brit. Inselkolonie Tasmanien im Süden der austral. Kolonie Victoria gehörige, am östl. Ende der Baßstraße gelegene Inselgruppe mit einem Gesamtflächeninhalt von 2070 km. Die Gruppe ist dadurch zu trauriger Berühmtheit gelangt, daß man im J. 1835 die letzten 310 der Eingeborenen Tasmaniens iuseh und nach der zu den F. gehörigen R ersinsel, der rößten derselben, mit 1500 gkm, brachte, woselbst ie überraschend schnell wegstarben, sodaß im J. 1848 nur noch 13 Männer, 22 Weiber, 5 Knaben und 5 Mädchen nach Tasmanien zurückgebracht werden konnten, wo 1876 endlich auch die letzte Eingeborene starb. urnes, vläm. Veurne, sehr alte, schon im 9. Jahrh. vorhandene Stadt, Hauptort des gleichnamigen Bezirks der belg. Provinz Westflandern, 5 km von der Meeresküste, 7 km von der franz. Grenze, Knotenpunkt eines Kanalnetzes, durch welches 5. mit Dünkirchen, Bergues, Poperinghe, Mpern, Nieuport, Ostende, Brügge u. s. w. in Verbindung steht, Station der Linien Lichtervelde-F. und F.⸗Dünkirchen der Belgischen Staatsbahn, zählt 5147 E., treibt bedeutenden Vieh⸗, Butter- und Getreidehandel, hat Gerberei und Leinweberei und führt jährlich mehrere tausend Kaninchen na England aus. Sehenswert sind das Rathaus, die St. Walpurgis⸗ und die St. Nikolauskirche (mit schöner Kanzel der Gebrüder Parmentier). Die Umgegend von F. umschließt das einstige flandr. Gebiet, genannt Veurne-Ambacht, mit 52 Dörfern und der kleinen Stadt Loo. — Nördlich von F. lag die einstmals berühmte Dünenabtei Fur na. der Nähe, in den Dünen das neugegründete leine Seebad La Panne.