Furche ist die beim Umbrechen des Landes durch den Pflug oder Haken hervorgebrachte Vertiefung. Die Zahl der Wendungen, welche das Land durch die genannten Instrumente erhalten hat, drückt man durch die Zahl der F. aus, z. B. das Land hat eine, zwei oder drei F. erhalten, d. h. ist ein⸗, zwei⸗ oder dreimal durch den Pflug oder ken gewendet. Der Acker lagert in rauher Furche, wenn derselbenach dem Wenden nicht durch die Egge oder ein sonstiges Instrument geebnet ist. Saatfurchen nennt man die letzte Wendung des Ackers vor dem Einbringen der Saat. Wasserfu Pug welche meistens mit besonders konstruierten Pflügen und im bestellten Lande gezogen werden, dienen zur Ableitung des Wassers vom Acker. Erwartung eines bevorstehenden Übels. Vor der F. schützt der Mut als das Kraftbewußtsein, der drohenden Gefahr Trotz bieten oder ihre übeln Folen von uns abwenden zu können. Daher ist Mutosigkeit oder Kleinmut als das Mißtrauen in die eigenen Kräfte die gewöhnliche Ursache der F. Der hysische Ausdruck der F. ist schon bei den Tieren ehr ausgeprägt, beim Menschen zeigt er sich hauptsächlich im Erbleichen, im Zittern der Muskeln, bei öchstem Grade im kalten Schweiß und im Sträuen der Haare. Wir haben große Mittel in der Hand, über eine uns übermannende F. Herr zu werden, und zwar darum, weil die Größe dieses Affekts häufig weniger von wirklichen Umständen als von den bloßen Spielen unserer Einbildungskraft in Betreff des Zukünftigen abhängt, diese Spiele aber bis auf einen hohen Grad in unsere eigene Gewalt gebracht werden können. Hierauf Undete sich die Behauptung der Stoiker, daß die ein Affekt sei, welchem der Weise niemals ausgesetzt sein könne. Ein schwächerer Grad der F. ist die Besorgnis, höhere Grade derselben sind Angst, Bangigkeit und Verzagtheit, Schrecken, Grausen und Entsetzen. Die Geneigtheit zur F. heißt Furchtdunc Schüchternheit oder Blödigkeit, welche sich urch ängstliche Behutsamkeit in Betragen, Reden und Mienen, leises und unsicheres Auftreten, auch wohl durch übertriebene Höflichkeit und Kriecherei zu erkennen gibt. Bared kungar., 9. s. unter Embryo. üred, Dorf und beliebter Kurort im ungar. omitat Szalad, zählt (1880) 1800 meist reform. E. und ist romantisch gelegen, indem es einerfets an den Plattensee (Balaton), anderereits an die östl. Hügelausläufer des wald⸗ und gebirgreichen Bakony stößt. Die Heilquelle, welche ungefähr 1 km von F. entspringt, erweist sich namentlich heilsam gegen Hautübel, Magenkrämpfe, Brustleiden, Bleichsucht und besonders egen Frauenkrankheiten. An der Quelle getrunen, ist das Wasser von einer sehr starken Säure. Die Bäder werden kalt genommen. Seitdem auch auf dem Plattensee die Dampfschiffahrt eingeführt wurde (1845), hat F. bedeutend an Besuchern gewonnen, für deren Unterhaltung vielfach, besonders durch die Errichtung eines ungar. Theaters, gesorgt ward. — Tisza-Füred heißt ein Marktflecken im Heveser Komitat am linken Ufer der Theiß, mit 6846 E., der als einziger Üübergangspunkt an der obern Theiß im ungar. Revolutionskampfe wichtig wurde; es werden daselbst gute ungar. Sättel gefertigt. — Eine dritte ungar. Ortschaft dieses Namens ist der ebenfalls berühmte Badeort Tätra-Füred oder Schmecks (s. d.).