FeedFürstenau (Kaspar)
GeschichteBrockhaus 1882

Fürstenau (Kaspar), Flötenvirtuos, geb. 26. Febr. 1772 zu Münster in Westfalen, gest. 11. Mai 1819 zu Oldenburg, wo er Kammermusikus war. Sein Sohn Anton Bernhard, geb. 20. Okt. 1792 zu Münster, erbte des Vaters Kunst in vollem Maße und wurde auf diesem Instrument einer der ersten Meister seiner Zeit. Zahlreiche Kompositionen, eine große Flötenschule und viele Schüler bezeugen noch jetzt seine Kunst. Er war seit 1820 Mitglied der Hofkapelle in Dresden, wo er 18. Nov. 1852 starb. Dessen Sohn und Schüler Moritz, geb. 26. Juli 1824 zu Dresden, ist seit 1842 als bedeutender Flötenvirtuos Mitglied der dresdener Kapelle, außerdem Bibliothekar der königl. Musiksammlung. Er hat sich auch als Schriftsteller einen Namen erworben durch die Werke 4Beiträge zur Geschichte der königl. sächs. musikalischen Kapelles (Dresd. 1849), 4Zur Geschichte der Musik und des Theaters am Hofe zu Dresden » (2 Bde., Dresd. 1861 -62), «Die Fabrikation musikalischer Instrumente im sächs. Vogtlandey (Dresd. 1876).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 7, S. 419Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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