FeedFußlager
Bildende KunstBrockhaus 1882

Fußlager, soviel wie Spur⸗ oder Zapfenlager. (S. unter La ger.) üßli, Maler, s. Füeßli. densenigen Maß⸗ und Gewichtssystemen, bei welchen als Einheit für das Maß der Fuß und für das Gewicht das Pfund angenommen wird d. die Arbeit, welche 1 Pfund in 1 Sekunde 1 Fuß och hebt. Das F. ist in den Ländern, welche das metrische System adoptiert haben durch das Kilogrammometer oder auch Meterkilogramm ersetzt worden. (S. Arbeit lin der Mechanik), Effekt und Kilogrammometer.) ußpunkt, s. Nadir. ußrände, s. Räude. ußschweiß, die übermäßige Absonderung von Schweiß an den Füßen, ist ein sehr verbreitetes und lästiges übel, welches namentlich durch zu warme oder die Hautausdünstung zurückhaltende rußbekleidung, durch übermäßiges Stehen und Gehen, durch Unreinlichkeit, sowie durch übermäßige Fettleibigkeit befördert wird und sich vorwiegend im mittlern Alter, seltener im Kindes⸗ oder Greisenalter vorsindet. Der F. wird nicht nur durch seinen widerwärtigen Geruch lästig, der auf die schnelle Zersetzung des abgesonderten Schweißes zurückzuführen ist, sondern er führt auch sehr leicht durch Erweichung und Schmelzung der Ober hautschichten zu schmerzhaften Entzündungen der Haut, namentli die Nra den Zehen und an den Fußsohlen, wodur ie Kranken oft am Stehen und Gehen gehindert werden, keinerlei Fußbekleidung ertragen und gar nicht selten das Bett zu hüten genötigt sind; auch geben stark schwitzende Füße wegen der beständigen euchtigkeit der Fußbekleidung sehr leicht Anlaß zu arken Erkältungen. Wer an F. leidet, wollene bäufig seine Ime Riers. 86 trage stets wollene Strümpfe, nehme öfters ein lauwarmes Fußbad und bestreue seine Strümpfe mit einer Mischung von Stärkemehl und Salicylsäure; auch das Einstreuen von Tannin wirkt nützlich. Das noch immer unter den Laien herrschende Vorurteil, daß plötzliches Ausbleiben oder Unterdrücken des F. zu schweren innern Krankheiten Anlaß geben könne, hat sich vor einer nüchternen wissenschaftlichen Kritit als durchaus unhaltbar erwiesen. Wer aber trotzdem nach Erkältungen u. dol. seinen plötzlich ausgebliebenen F. wieder hervorrufen will, erreicht diesen Zweck am sichersten durch sehr warme, mit Senfmehl versetzte Fußbäder, durch Einstreuen von Senfpulver in die Strümpfe oder durch mehrtägiges Umwickeln der Füße mit Guttaperchapapier. Interessant ist übrigens, daß selbst jahrzehntelang bestehender F. in den Tropenländern gewöhnlich von selbst verschwindet, was zweifellos in der größern Aufmerksamkeit, die man dort dem Körper durch allgemeine Waschungen schenkt, sowie in der luftigern Fußbekleidung seinen Grund findet.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 7, S. 431Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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