Fußventil (frz. clapet de pied, engl. kfootvalve), bei Dampfmaschinen ein aus dem Kondensator nach der mnt führendes Ventil. ußvolk, s. Infanterie. ußwaschen war im Morgenlande eine Pflicht der Gastfreundschaft, welche der Wirt den bei ihm ankommenden Reisenden entweder persönlich oder durch seine Diener leistete. Da nach dem Evangelium Johannis auch Jesus Christus seinen Jüngern am Abend vor seinem Todestage die Füße wusch, um sie durch diese ½ Handlung zur Demut zu ermahnen, so kam im 4. 18 die in der Kirche hier und da die Sitte auf, daß die Priester oder, wie in Mailand, der Bischof selbst an den Täuflingen einige Tage nach der Taufe das F. vollzogen. Zugleich wurde dieser Handlung mit Bezug auf 1 Mos. 3, 15 eine sakramentale Wirkung zugeschrieben. Als bloße Kundgebung der Demut hat sich dieser Ritus in der röm.⸗kath. Kirche sowie bei der Cvangelischen Brüdergemeine, bei den Mennoniten, Wiedertäufern und andern christl. Sekten erhalten und findet am Gründonnerstage statt. In Rom geschieht es auf folgende Weise. Auf einer +9— Bank in der Clementinischen Kapelle sitzen 13 Arme als Stellvertreter der Apostel in einer weißwollenen Kutte, den Kopf mit einer weißen Mütze bedeckt. Diesen bespritzt der Papst, der eine einfache weiße Tunika trägt, und dem Kardinäle Handtuch und Becken halten, den rechten Fuß mit Wasser, trocknet ihn ab und küßt ihn dann. Hierauf werden sie in der Pauluskapelle gespeist, wobei sie der Papst bedient, und erhalten beim Dfuch mnt gehen die wollenen Kleider und das Handtuch, mit dem ihre Fuße abgetrocknet worden sind, nebst einer silbernen Denkmünze zum Geschenk. Ahnlich ist die eierlichkeit an den Höfen mehrerer kath. Fürsten. n der griech. Kirche, besonders in den Klöstern und am russ. Hofe, wird die Ceremonie der Fußwas chung am Gründonnerstage ebenfalls ausgeübt.