Gabler (Joh. Philipp), Professor der Theoloie zu Altdorf und Jena, geb. 4. Juni 1753 zu Frankfurt a. M., studierte 1772 —78 in Jena, wurde 1778 Lehrer in Frankfurt, 1780 Repetent in Göttingen, 1783 Professor der Philosophie am Gymnasium . Dortmund, 1785 Professor der Theologie an der Universität und Digkonus an der Stadtkirche zu Altdorf, 1804 Kirchenro der Theologie zu Jena, wo er als Geh. Kirchenrat 17. Febr. 1826 starb. An größern Schriften verfaßte er nur die mit Einleitung und Anmerkungen versehene Bearbeitung von Eichhorns «Urgeschichte »(2 Bde., Altdorf 1780 — 93). Dagegen hat er für die von ihm herausgegebenen Zeitschriften: Reuestes far Journalv (6 Bde., 1798 — 1800), 4Journal für theol. Litteraturo (6 Bde., 1801 —4 Journal für „Aue Mai theol. Litteratur o (6 Bbe., 1805— 11), eine Reihe kleinerer Abhandlungen zur Kirchengeschichte, Dogmatik und Auslegung des Neuen Testaments geschrieben, die sich durch gründliche Gelehrsamkeit und vorsichtiges Urteil auszeichnen. Durch seine Antrittsvorlesung De justo discrimine theologiae biblicae et dogmaticae regundisque recte utriusque finibusv (Altdorf 1787) hat G. mit der Was einer der sog. «biblischen Theologie » (s. d.) als einer selbständigen histor. Disciplin Bahn gebrochen. Auf ihn geht auch die Unterscheidung des sog. Formal⸗ und Materialprinzips des Protestantismus zurück. Val. Schröter, (Crinnerungen an G.» (Jena 1827).