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ErdkundeBrockhaus 1882

Gad (d. h. Glüch, Name eines der zwölf israel. Stämme. Die hebr. Überlieferung leitet ihn von Gad, dem Sohne des Jakob und einer Sklavin Silpa ab, wodurch wahrscheinlich seine ursprüngliche Zusammensetzung aus Volksbestandteilen von nicht rein israel. Abkunft angedeutet wird. Die Gaditer waren nach derselben Überlieferung schon in der Wüste des Berges Sinai zu mehr als 40000 waffenfähigen Männern angewachsen und erhielten zuerst von allen Stämmen Wohnsitze in Gilead. Ihr Gebiet (das Land Gad) lag nördlich vom Stamme Ruben und umfaßte den Gebirgsdistrikt vom Flusse Jabbok bis herab nach Jaêser und östlich bis Rabbath-Ammon; in der Jordansaue aber reichte es bis gegen das Südende des Sees Gennezareth; die westl. Grenze bildete der Jordan vom See Gennezareth bis zum Toten teere. Das Land war ganz vorzüglich zur Viehzucht geeignet.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 7, S. 445Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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