FeedGalanti (Carmine)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Galanti (Carmine), ital. Theolog, Epigrammendichter und Dante-Forscher, geb. 16. Juli 1821 zu Cossignano in den Marken, studierte im Seminar der Diöcese Ripatransone, lehrte hierauf mehrere Jahre Philosophie und Mathematik daselbst, ward 1851 zum Domherrn ernannt und hielt darauf theol. Vorlesungen über alttestamentliche Exegese und Apologetik, die zum Teil im Druck erschienen sind. Später zum Direktor des Gymnasiums zu Ripatransone ernannt, wandte er sich den Dante-Studien zu und erwarb sich den Ruf eines der Uchen Romr und 2½ Erklärer der (Göttichen Komödies. Seine Dante-Arbeiten veröffentlichte er in Briefform (Lettere Danteschen, Heft 1—45, Ripatransone und Prato 1873—83; teilweise in mehrern Auflagen erschienen), und versucht darin einerseits den Grundgedanken der dunkeln Dichtung zu entwickeln, andererseits den Sinn streitiger Stellen zu erläutern. G. ist zugleich der fruchtbarste und eleganteste unter den lebenden Epigrammendichtern Italiens. Von seinen Epigrammen, sämtlich in lat. Sprache gedichtet, sind mehr als 500, zum Teil als Anhang zu den Lettere Dan-

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 7, S. 459Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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