Galäta, ein in Stein erbautes Stadtviertel von Konstantinopel, außerhalb der Mauern des stambuler Dreiecks, auf dem östlichen, hier ziemlich steil abfallenden Ufer des Hafens (Goldenen Horns), nahe bei dessen Eingang und der Serailspitze schräg gegenüber, mit zum Teil in Treppenstufen abfallenden engen Gassen, zählt 28000 E. und hat sich von sehr kleinen Anfängen nach und nach zu seiner gegenwärtigen Ausdehnung entwickelt, die nunmehr den ganzen Raum zwischen dem eigentlichen Frankenquartier (Pera), der von Türken bewohnten Vorstadt Top-hane und dem Arsenal einnimmt. Die Entstehung G.s fällt in die Zeit des vierten Kreuzzugs, wo es eine stark befestigte genues. Handelsfaktorei war. Lange Zeit blieb es auf das noch jetzt durch die Fundamente der seitdem zerstörten Mauern kenntlich gemachte Dreieck beschränkt, dessen bis zum Rande des Plateaus von Pera 0 bergaufwärts erstreckende Spitze vom 70 m hohen