Galimard (Auguste), franz. Porträtmaler, geb. 25. März 1813 zu Paris, ging aus der Schule Ingres' hervor, dessen eigentümliche Vornehmheit in der Auffassung er beibehielt. Zugleich aber verband er die kühle Formerscheinung mit der Wahl höchst sinnlicher Motive, welche beide Faktoren nicht wohl miteinander zu vereinen sind. So fanden seine Schöpfungen vielfachen Widerspruch, sein Bild der Leda, welches er 1858 im Salon ausstellen wollte, konnte sogar aus Gründen des Anstandes nicht zugelassen werden. Auch in andern seiner Produkte, 3. B. der Juno, berührt diese Mischung von Sinnlichkeit und Frostigkeit unerfreulich. ühere Gemälde G.s bekunden eine verschiedene Richtung, so die 1831 beifällig aufgenommene Komposition die Frauen am Grabe Christi. G. starb 17. Jan. 1880 in Paris.