Galipot ist das durch Erhitzen von Terpentin gewonnene zur Gen (s. d.). Das Wrentdön wird dabei meist zur Gewinnung des Terpentinöls mit Wasser destilliert und das zurückbleibende Harz vorsichtig geschmolzen. Unter den verschiedenen Sorten des Handels unterscheidetman französisches und amerikanisches G., von denen ersteres als das besseregilt. Gäaälisch oder goidelisch (altirisch goidelg, jetzt gaoidhealg), weniger richtig gaslisch oder gadhelisch, nennt man im weitern Sinne denjenigen kelt. Sprachstamm, welcher durch die Dialekte Irlands, des schott. Hochlandes, der Insel Man und der nördl. Inseln im Westen von Schottland vertreten ist. Das Gälische weicht mehr und mehr vor dem Englischen zurück; heute wird es noch von gegen 1190000 Individuen gesprochen, abgesehen von den Irländern in Amerika. Die Mitglieder dieses Stammes heißen Gälen (altirischer Nominativ Singularis Goidel oder Goedel). Ihm steht scharf getrennt der brit. Zweig gegenüber, welcher das Kymrische (in Wales), das Aremorische (in der franz. Basse-Bretagne) und das im 18. Jahrh. ausgestorbene Cornische (in Cornwall) umfaßt. Im engern Sinne bezeichnet G. die kelt. Mundarten des schott. Hochlandes. Ihr ältestes Denkmal, ein paar Sätze im Book of Deirs aus dem 9. Jahrh. (herausg. von W. Stokes, 4Goidelica , 2. Ausg., Lond. 1872), weicht nur wenig vom Altirischen ab; auch jetzt noch steht ihnen der irische Dialekt von Ulster sehr nahe. Den größern Teil der gälischen Litteratur bilden übersetzungen kirchlicher Schriften. Eine beträchtliche Anzahl älterer Gedichte wurde im Beginne des 16. Jahrh. von James Macgregor, Dekan von Lismore, in engl. Orthographie aufgezeichnet (eine Auswahl herausg. von Skene, KThe Dean of Lismore's Booko, Edinb. 1862, mit Übertragung ins Neugälische und ins Englische von MeLauchlan). Unter den neuern Dichtern der Hochschotten sind außer James Macpherson (s. d.) Rob. Calder Mackay oder Robb Donn (Poems„, Inverneß 1829) und Duncan Ban MeIntyre von Glenorchy (Poemso, Glasg. 1834), die beide im 18. Jahrh. lebten, die namhaftesten. Die Märchen und Sagen der Gälen hat Campbell gesammelt (Popular tales of the West Highlandso, 3 Bde., Edinb. 1860 —62); derselbe hat auch die epischen Gedichte in gälischer Sprache, welche auf der altirischen Heldensage fußen (s. Find Mac Cumaill und Ossian), zusammengestellt. Eine Grammatik der Sprache haben Stewart (Edinb. 1801, 1812), Forbes (Lond. 1843, 1845), Munro (2. Aufl., Edinb. 1843), Wörterbücher Armstrong (Edinb. 1825), die Highland-Society (2 Bde., Edinb. 1828), Macleod und Dewar (2 Bde., Lond. 1845), Menlpine (Edinb. 1847; 7. Aufl. 1877) geliefert. Galitsch, Kreisstadt im russ. Gouvernement Kostroma, in einer Niederung am südöstl. Ufer des Sees Galitsch gelegen, mit (1882) 5620 E., hat ein Nonnenkloster, Gerbereien, Leder⸗ und Handschuhfabriken und treibt einen bedeutenden Handel mit den Produkten derselben, namentlich Sämischleder und Handschuhe. Die Ausfuhr dieser Artikel geht Noh nach Moskau, Petersburg, Archangel und Nishnij-Nowgorod. Sehr bedeutend ist auch der Fischfang auf dem See Galitsch. Jährlich findet ein ansehnlicher Jahrmarkt statt, auf welchem hauptsächlich Seiden⸗, Woll⸗ und Manufakturwaren umgesetzt werden. G. ist eine alte Stadt, die im 13. Jahrh. im Lande des finn. Volks de Meren gegründet wurde. 2 der nächsten Um gebung der Stadt finden sich Altertümer, darunte Gegenstände, die noch auf den heidnischen Gottes dienst der Meren Bezug haben.