FeedGeselschap (Eduard)
Bildende KunstBrockhaus 1882

Geselschap (Eduard), Genremaler, geb. 22. März 1814 in Amsterdam während der Flucht seiner Eltern aus dem belagerten Wesel, kam nach dem ersten arser Arar den er zu Wesel erhielt, an die düsseldorfer Akademie, deren Schüler er seit 1834 sieben Jahre blieb. Die romantische Richtung dieser Schule bestimmte auch sein ganzes S haffen, namentlich in der ersten Zeit, durchaus. Seine zahlreichen frühern Versuche haben alle Schwächen und guten Seiten dieser Richtung. Er betrat das kirchliche und histor. Gebiet, widmete sich schließlich aber dem geschichtlichen Genre. Ganz vorzüglich versteht G. Kindergestalten zu charakterisieren; ein anderer Vorzug seines Pinsels sind die schönen Lichteffekte leiner Interieurs. Eins seiner trefflichsten Werke ist der St. Martinsabend in der hamburger Galerie; serner sind zu erwähnen: die Musikunterhaltung, die Auffindung des Leichnams Gustav Adolfs (1848), Romeo und Julia, die Christbescherung u. s.w. Mit Stoffen letzterer Art wendete sich G. dem bürgerlichen und Familiengenre zu und erwarb sich damit eine sehr bedeutende Popularität. Er starb 5. Jan. 1878 in Düsseldorf.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 7, S. 904Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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