FeedGarkupfer
Handwerk & GewerbeBrockhaus 1882

Garkupfer (zum Verkauf gehörig gereinigte Kupfer) entsteht durch Umschmelzen (Garmachen) des Rohkupfers im Garherde, wobei Garschlacke abfällt; das völlig gegerbte Leder wird gar (je nach Art des Gerbemittels loh⸗ oder rotgar, alaun⸗ oder weißgar, sämischgar) genannt u. s. w. Die Gare des Ackerlandes besteht in derjenigen, durch Verwitterung herbeigeführten Auflockerung und Zerteilung des Bodens, wodurch derselbe die Kulturpflanzen mit Nährstoffen zu versehen im Stande ist. Gareis (Karl), Lehrer des deutschen Rechts, geb. 24. April 1844 zu Bamberg, studierte die Rechtswissenschaft zu München, Heidelberg und Würzburg, an welcher letztern Universität er sich habilitierte. Im J. 1873 wurde er als ord. Professor nach Bern berufen, 1875 in gleicher Eigenschaft nach Gießen. Im J. 1878 vom dritten hessischen Wahlkreise in den Deutschen Reichstag gewählt, schloß er sich der nationalliberalen Partei an. Im Herbst 1883 wurde er an Wasserschlebens Stelle Kanzler der Landesuniversität Gießen und Mitglied der ersten Kammer der Stände des Großherzogtums Hessen. Von seinen Schriften sind hervorzuheben: Das Stellen zur Disposition nach modernem deutschen Handelsrechto (Würzb. 1870), Die Verträge zu Gunsten Drittery 1873), (Das deutsche Patentgesetz vom 25. Mai 1877 (Berl. 1877), «Lehrbuch des deutschen Handelsrechtso (Berl. 1880). Im Verein mit Ph. Zorn gab er heraus: 4„Staat und Kirche in der Schweiz. Eine Darstellung des eidgenössischen und kantonalen Kirchenstaatsrechtso (Zür. 1877—78).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 7, S. 539Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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