FeedGargiolli (Corrado)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Gargiolli (Corrado), ital. Schriftsteller, geb. zu Fivizzano in Toscana 1834, erhielt seine Vorbildung in Florenz, wo er im Hause seiner Verwandten Amelia Calani wohnte, welches damals der Sammelpunkt der toscanischen Litteraten und Künstler war, und hier die Bekanntschaft mit dem Dichter G. B. Niccolini machte, der ihn später mit der Besorgung einer Gesamtausgabe seiner Werke (die seit 1862 in Mailand erscheint) betraute. Auf den Universitäten zu Pisa und Siena studierte G. darauf die Rechtswissenschaft, beschäftigte sich aber zugleich mit Philosophie und Litteratur, welche ihn mehr als die juristischen Studien anzogen. Nach vollendeten Studien widmete er sich dem Lehrfache und ist gegenwärtig Professor der ital. Litteratur am Lyceum zu Arezzo. Die meisten seiner lyrischen Gedichte sind gesammelt in dem Bande: „Dall' Aurora al Tramonto. Eco della vita intima⸗ (Mail. 1873). Außerdem hat man von ihm: In morte di Gioacchino Rossini. Ode elegiaca (Mail. 1869), A. G. B. Niccolini. Versiv (Mail. 1869), La Canzone libera ad Adelaide Ristori (Mail. 1875), Augurii d'amore. Versis (Flor. 1879); das Trauerspiel Mario e i Cimbrio (Flor. 1858) und ein „Saggio delle Poesie nazionali (Mail. 1859). In Prosa schrieb er: «Saggio sulla vita e sulle opere di Vincenzo Giobertio, Letteratura e Artè drammaticao, Introduzione allo studio della Letteratura italiana u. a. m. Seine Hauptarbeit ist die erwähnte, noch unvollendete, mit Erläuterungen und Excursen aus seiner Feder reichlich versehene Gesamtausgabe der Werke G. B. Näccolinis.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 7, S. 541Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 11

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Literatur & Sprache 6