Garibald I., ein bayr. Herzog in der zweiten Hälfte des 6. Jahrh. n. Chr., aus dem Hause der Agilolfinger. Er war mächtig genug, um auch Rex genannt zu werden. Seine Gemahlin Waldrade war die Tochter des Longobardenkönigs Wacho; G.s Tochter war die berühmte Theodelinde, die im J. 589 den Longobardenkönig Authari heiratete. G.s Nachfolger (Sohn oder doch nahe verwandt) war der Herzog Tassilo I., dem gegen 600 n. Chr. sein Sohn Garibald II. folgte.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 7, S. 542Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei