Agidius a Columnis, aus dem berühmten Geschlechte der Colonna, geb. um 1247 zu Rom, studierte in Paris unter Thomas von Aquino und Bonaventura, war Mitglied des Augustinerordens und Erzieher Philipps des Schönen, für den er das Buch „De regimine principumo (Rom 148²) schrieb. Als 2.5 der Theologie zu Paris erwarb er sich den Ehrennamen Doctor fundatissimus, ward 1292 Ordensgeneral, 1296 Erzbischof von Bourges und starb 22. Sept. 1316. Er war strenger Anhänger des Thomas von Aquino. Viele seiner Schriften sind noch ungedruckt. lechts der. ist der Name des ältesten Herzogschlechts der Bayern, in deren Volksrecht es heißt: „Herzog soll immer ein A. sein, denn so haben es die frühern (fränkischen) Könige zugestanden.» Die historisch beglaubigte Reihe der A. beginnt erst um 590 mit dem wahrscheinlich schon kath. Garibald I., dem Vater der berühmten kath. Longobardenköniin Theudelinde. öllig unabhängig von den Jahrr waren die A. eigentlich nie, obwohl sie in eiten der Schwäche des fränk. Reichs öfters ch Shawen ar auch würden die Bedrängnisse dur Slawen und Avaren eine wirkliche Selbständigkeit nicht haben aufkommen lassen. Garibalds Nachfolger waren Thassilo (um 595) und dessen Sohn Garibald II. (gest. 640), unter welchem der Grundstock des bayr. Volksrechts aufgezeichnet worden ist; weiterhin folgten Theodo I. und II. (gest. 717). In der Zwischenzeit hatte das Christentum besonders durch die brit. Missionäre (Emmeran in Regensburg, Corbinian in Freising u. a.) auch bei dem bayr. Volke Eingang gefunden, und wenn es auch wohl noch nicht vollends durchgedrungen war, so galt Bayern doch nicht mehr als eigentliches Missionsfeld. Nachdem Bayern unter Theodos II. Söhnen Theodobert, Grimoald und Theodoald zeitweise geteilt gewesen war, wurde es unter dem Sohne des erstern Hucbert (737) wieder vereinigt. Dann setzte Karl Martell einen A. unbekannter Herkunft, Odilo, dem er seine Tochter Hiltrude zur Frau gab, als Herzog ein und diesem folgte 748 Thassilo II., mit welchem das Herzogtum der A. erlosch. Denn da er 1 gegen Karl d. Gr. auflehnte, wurde er 788 von seinen Leuten im Stiche gelassen und in Ingelheim zum Tode verurteilt. Karl ließ zwar das Urteil nicht ausführen, brachte aber den ungetreuen Lehnsmann und die Kinder desselben auf Lebenszeit in verschiedenen fränk. Klöstern unter; Bayern selbst wurde fortan nach der allgemeinen Grafschaftsverfassung des Reichs verwaltet. Vgl. undt, «über die bayr. Urkunden aus der Zeit der (Bd. 1 u. 2, Gotha 1878—80). Aegilops L. (Walch), Pflanzengattung aus der Familie der Gräser, dem Weizen (s. d. sehr nahe verwandt und von ihm nur durch die auf dem Rücken gleichmäßig abgerundeten (nicht wie beim Weizen ungleichseitigen und gekielten), bauchigen, am abgestutzten Ende mit zwei bis vier Grannen versehenen Hüllspelzen verschieden, daher neuerdings auch wohl mit dem Weizen vereinigt. Eine solche Verschmelzung beider Gattungen wird noch dadurch unterstützt, daß von den die Mittelmeerländer bewohnenden Walcharten A. ovata . (eirunder Walch) nach den Beobachtungen von Esprit Fabre (in Agde bei Montpellier) in A. triticoldes Re9. übergeht und daß letztere Form durch fortgesetzte Kultur eine dem Weizen außerordentlich nahestehende, samenbeständige, fruchtbare Getreideart mit mehlreichen Körnern erzeugt, welche von Jordan A. speltaeformis genannt wurde. Einzelne Botaniker erklären dagegen A. triticoides für einen Bastard von A. ovata und dem gemeinen Weizen (Triticum vulgare). Andere Bastarde der beiden Gattungen sind wiederholt künstlich gezüchtet worden.