FeedGarneelen
TierreichBrockhaus 1882

Garneelen (Caridina; frz. Crévettes, engl. Shrimps) nennt man meist kleine, zartgebaute, langschwänzige Meerkrebse mit ungemein langen, fadenförmigen Fühlhörnern, von denen die äußern an ihrem Stiele mit einer blattförmigen Schuppe edeckt sind, großen, oft gezähnten, spitzigen Stirntacheln, zusammengedrücktem Leibe und dünnem, langem Schwanze, an welchem große Hinterflossen angeheftet sind. Die eigentlichen Füße sind sehr dünn und häufig mit kleinen Scheren bewaffnet, die Bauchfüße lang und blattförmig. Der Panzer ist sehr dünn und durchsichtig. Unter der artenreichen Familie sind es besonders zwei Gattungen, die Garnate (Palaemon) und die eigentlichen Garneelen (Crangon, s. Tafel: Aquarium, Fig. 4), welche an sandigen Küsten in Scharen wimmeln und bei der Ebbe in Reusen und mit Handnetzen als beliebte Speise, sowie auch als Köder für Fische gefangen werden. Aus dem Wasser gezogen, sterben sie bald und müssen zur Versendung sogleich in Salzwasser abgekocht werden, wobei sie eine hellrote Farbe annehmen. Man hält sie jetzt oft in den Aquarien der zoolog. Gärten und füttert sie mit gehacktem Fleisch. Im Meere nähren sie sich von Weichtieren, Würmern und toten Tieren.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 7, S. 546Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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