Garnerey (Ambroise Louis), franz. Maler und Kupferstecher, geb. zu Rouen 19. Febr. 1783, war ein Schüler seines Vaters Jean Frangois G., welcher sich besonders durch das Bildnis des Papstes Pius VII. ausgezeichnet hatte. Der junge G. wich von der nach David und den Akademikern gebildeten Weise seines Vaters — ab und wendete sich einer naturalistischen Naturauffassung als Schlachten⸗ und Marinemaler zu. Als Soldat zog er 1796 nach Indien, wo er Gelegenheit hatte, gegen die Engländer zur See und zu Lande zu kämpfen. Dabei geriet er in eine achtjährige Gefangenschaft, und seit dieser Zeit erst begann er die Eindrücke der Fremde, sowie seine Erlebnisse zu verwerten und im Bilde festzuhalten. Er entwickelte eine bedeutende Fruchtbarkeit, besonders für den Herzog von Angouléême und mehrere öffentliche Institute in Frankreich; bei der Porzellanfabrik in Sevres war er gleichfalls beschäftigt. G. starb in Paris 11. Sept. 1857.