Gäriner (Joh. Philipp Eduard), Architekturmaler, geb. 2. Juli 1801 in Berlin, bildete sich in Kassel und Darmstadt, ohne weder durch den akademischen Unterricht noch durch mannigfache gewerbliche Arbeiten, die er anfangs betrieb, auf eine bestimmte Bahn zu gelangen. So verbrachte er auch sechs Jahre an der Porzellanfabrik in seiner Vaterstadt. Von entscheidendem Einfluß wurde erst sein Zusammenwirken mit dem Theater⸗ und Dekorationsmaler Gropius in Berlin. Er wurde sodann hunarekl⸗ und erwählte die Architekturmalerei in quarell⸗ und Oltechnik zu seiner bleibenden Richtung, erwarb sich auf Reisen, besonders in Paris, wo er drei Jahre im Atelier Bertins verweilte, noch höhere Vollkommenheit und produzierte nun fleißig, vorzugsweise Ansichten moderner Städte, ihrer Plätze und Straßen. Das meiste von G.s Werken kam in den Besitz des preuß. und russ. Hofs, einiges befindet sich in der Gemäldegalerie zu Berlin. G. starb in Berlin 22. Febr. 1877.