Gärtner (Karl Friedr. von), Sohn des vorigen, ebenfalls bedeutender Botaniker, geb. 1. Mai 1772 zu Calw, trat als Lehrling in die Hofapotheke Stuttgart ein und besuchte daselbst die Karlsschule. Später widmete er sich der Medizin und studierte in Jena, Göttingen und Tübingen, woselbst er 1796 promovierte. Sodann ließ er sich als praktischer Arzt in Calw nieder, wo er sich zunächst mit der Herausgabe des Supplementbandes zu dem Werke seines Vaters De fructibus et seminibus plantarumo beschäftigte, welcher in den J. 1805—7 zu Leipzig unter dem Namen »Supplementum carpologiaer erschien und die Tafeln 181—225 enthält. Außer mit Botanik beschäftigte er sich auch vielfach mit chem. und me sudd Untersuchungen. Seine wichtigsten Arbeiten sind diejenigen über die Sexualorgane der Pflanzen und über die Bastardbefruchtung (Beiträge zur Kenntnis der Befruchtunge, Stuttg. 1844; Versuche und Beobachtungen über die Bastarderzeugung im Pflanzenreichev, Stuttg. 1849), die beide geradezu bahnbrechend wirkten. Er starb am 1. Sept. 1850 in Calw.