Gaya (slaw. Kyjov), Stadt und Sitz einer Bezirkshauptmannschaft im südl. Mähren, in einer seichten Thalmulde an der Stupawa, einem Nebenfluß der March, zählt (1880) 3393 E., teils deutscher, teils slaw. Zunge, deren Erwerbszweige neben den städtischen Gewerben und dem Handel mit Landesprodukten Feldwirtschaft und Weinbau sind. Der Wein von den Polamanahügeln bei G. ist geschätzt, mit Zwetschen und Kirschen wird ein lebhafter Handel getrieben. Unter den Gebäuden sind das 1561 erbaute Rathaus mit dem dominierenden Turm und die Pfarrkirche, ehemals Konventkirche eines Kapuzinerklosters, die wichtigsten. Im Mittelalter stark befestigt und Hauptort eines Kreises, kam die Stadt namentlich durch die Plünderungen der Ungarn und Türken, durch Brände und überschwemmungen herab. HIn. Distrikt und Distriktshauptstadt in Bengalen, s. Bihar.