FeedGeffcken (Friedr. Heinr.)
Sagen & MythenBrockhaus 1882

Geffcken (Friedr. Heinr.), Rechtsgelehrter, geb. 9. Dec. 1830 zu Hamburg, studierte in Bonn, Göttingen, Berlin die Rechte, wurde 1854 Legationssekretär in Paris, 1856 hamburg. Geschäftsträger in Berlin, 1859 hanseat. Ministerresident daselbst, 1866 in gleicher Eigenschaft nach London versetzt und 1869 zum hamburg. Syndikus erwählt. Im J.1872 zum Professor der Staatswissenschaften und des öffentlichen Rechts in Straßburg ernannt, wurde er 1880 Mitglied des elsaß-lothr. Staatsraths, nahm 1882 aus Gesundheitsrücksichten den Abschied und lebt seitdem in Hamburg. Er schrieb anonym: «Die Reform der preuß. Verfassunge (Lpz. 1870), Der Staatsstreich von 1851 und seine Rückwirkung auf Europap (Lpz. 1870), „Die Verfassung des deutschen Bundesstaatso (2. Aufl., Lpz. 1870), L'impasse orientale (Lpz. 1871). Unter seinem Namen erschien: «Die Alabamafragey (Stuttg. 1872); (Staat und Kirche in ihrem Verhältniß, geschichtlich entwickelt» (Berl. 1875, engl. erweiterte Ausgabe in 2 Bdn., Lond. 1877), „Zur Geschichte des oriental. Krieges 1854—565 (Berl. 1881), La question du Danuber (Berl. 1883), (Das Deutsche Reich und die Bankfrager (Hamb. 1873). Ferner lieferte er eine Neubearbeitung von Martens' «Guide diplomatique (Lpz. 1866) und Heffters «Europ. Völkerrechte(Berl. 1881; dasselbe in franz.Ausgabe: Le droit internationalo, 4. Ausg., Berl. 1883).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 7, S. 644Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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