Geißfuß, ein in den Baumschulen bei derjenigen Veredlungsweise, welche als Pfwopen in den Kerb oder Triangulieren bezeichnet wird, gebräuchliches Schneidewerkzeug, dessen krummhalsige Klinge aus zwei einen spizen Winkel bildenden, an der Spitze und an den Stielen scharf geschliffenen Flügeln besteht. Durch eine von unten nach oben stoßende Führung dieses Werkzeugs wird aus dem Wildlinge, nachdem er an einer passenden Stelle abgeschnitten worden, unter dem Rande der Schnittfläche ein Hecan 3em langes dreieckiges Stück Holz, ein Kerb herausgeschnitten, um in diesen ein entsprechend geschniktenes Edelreis einzusetzen.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 7, S. 688Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei