FeedGeißler (Joh. Martin)
Bildende KunstBrockhaus 1882

Geißler (Joh. Martin), Kupferstecher, geb. 1778 zu Nürnberg, wo H. Guttenberg sein Meister war. Seine Hauptthätigkeit bestand in der charakteristischer und stilvollen Wiedergabe alter architektonischer Werke und Ansichten, größtenteils solcher aus der Zeit der Gotik, womit er sich dem Streben anschloß, welches durch die romantische Richtung, die Brüder Boisserée, Heideloff u. s. w., angebahnt worden war. Den wichtigsten Teil seiner technischen Bildung hatte er sich in Paris erworben, wo er sich 1803—14 aufhielt. Zu den besten Stichen und Radierungen G.s gehören; die Brautthür bei St. Sebald in Nürnberg, die Ansicht der Stadt nach Wilder, das Grab des heil. Sebaldus. Auch Landschaften nach Niederländern des 17. Jahrh., sowie nach eigener sarh 9. erscheinen im Katalog seiner Werke. G. starb 9. Jan. 1853 in Nürnberg.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 7, S. 688Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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