Genast (Karl Albert Wilhelm), Sohn der beiden vorigen, geb. 30. Juli 1822 zu Leipzig, besuchte das Gymnasium zu Weimar, studierte 1841—45 zu Jena und Heidelberg die Rechte und beteiligte sich 1848 und 1849 lebhaft an der polit. Bewegung. m J. 1850 wurde er zum Staatsanwalt für den eustädter, 1852 für den Weimarischen Kreis ernannt. Als Mitglied des weimarischen Landtags hat G. namentlich durch seine Bestrebungen für Abschaffung der Todesstrafe * über die Grenze seines Heimatslandes hinaus sich bekannt gemacht. Der Jena-Neustädter Wahlkreis n den ihn 1867 in den Norddeutschen und 1871 in den Deutschen Reichstag, wo er der national-liberalen Partei angehörte. Im J. 1872 trat er als Regierungsrat in das weimarische Ministerium; seit 1873 ist er auch Präsident der Landessynode. Unter seinen litterarischen Arbeiten sind hervorzuheben die Trauerspiele Geyerb (Weim. 1857), das Festspiel Der Deutschen Horte (Weim. 1863), die Romane „Das hohe Hauso (4 Bde., Lpz. 1862), Der Köhlergrafes (4 Bde., Lpz. 1867) und verschiedene Novellen. Genazzano, malerisch gelegener Flecken in der Provinz Und dem Bezirke Rom,‚ 56 km östlich von Rom, in fruchtbarer Umgegend, zählt (1881) 4008 E. Die die Stadt beherrschende Baronialburg der Colonna ist mittels einer Zugbrücke zugänglich. Auf einer Höhe steht die Wallfahrtskirche Sta.⸗Maria del buon Consiglio.