FeedGepäck
Sport & SpielBrockhaus 1882

Gepäck, militärisch, nennt man die feldmäßige Ausrüstung, welche auf dem Marsch von den Fußtruppen getragen, von den Berittenen am Sattel geführt wird. Bei erstern gehören 1* der Tornister, Mantel, Brotbeutel und das Kochgeschirr; einige Mannschaften haben außerdem noch Schanzzeug (Schippe, Hacke und Beil) zu tragen; die von der franz. Infanterie früher getragenen zerlegten Zelte (tentes abri) sind seit 1878 für Feldzüge in Europa abgeschafft. Das G. der Berittenen besteht aus dem Mantelsack, Mantel, Kochgeschirr, der Ledertasche für das Putzzeug, dem Futtersack, Freßbeutel, den Fourragierleinen und Hufeisentaschen. Einige Reiter haben außerdem Schanzzeug und Materialien zur Zerstörung von Eisenbahnen. Waffen und Munition werden nicht zum G. gerechnet. Um die Truppen an das G. zu gewöhnen, werden im Frieden in voller Kriegsausrüstung Übungsmärsche gemacht. Diese waren schon bei den Römern, die ein sehr schweres G. zu tragen hatten, eingeführt.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 7, S. 817Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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