Mantelsack, ein Ausrüstungsstück der berittenen Truppen, das in gewissem Sinne für sie den Tornister der Fußtruppen zu ersetzen hat. Aus einem von Tuch gefertigten cylindrischen Sack mit steifen Seitenteilen bestehend, oben mit einem durch eine Tuchklappe bedeckten und zum Schnüren eingerichteten Schlitz versehen, dient er zur Aufnahme von Wäsche, Stiefeln, Bekleidungsstücken und Utensilien und wird mittels Packriemen hinten am Sattel befestigt. In mehrern Heeren ist jetzt der M. behufs Erleichterung des Gepäcks fortgefallen, während die von seinem Inhalt beibehaltenen Stücke in Packtaschen, im Sitzkissen re. untergebracht werden. Mantel⸗ und Degenstücke (Comedias de spada y espada), s. unter Comedia.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 420Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei