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ErdkundeBrockhaus 1882

Gerasa, eine in der Geschichte der jüd. Kriege seit dem 2. Jahrh. v. Chr. von Josephus häufig erwähnte, zur Dekapolis (s. d.) gehörige Stadt an der Ostgrenze Peräas gegen Arabien hin, die Heimat des Neuplatonikers Nikomachus, deren Bevölkerung überwiegend aus Heiden und nur zu einem kleinen Bruchteil aus Juden bestand. Von ihrer einstigen Größe und Wichtigkeit zeugt nicht nur ihre Geschichte, sondern auch die große Römerstraße, welche von G. in nordwestl. Richtung nach Gadara hinlief, und vor allem die großen und ausgedehnten röm. Ruinen von Thoren, Tempeln, Theatern und andern Prachtbauten, die sich zu Dscheräsch, in den Thälern des Wadisel-Deir, an beiden Ufern des Baches Kerwan (&Fluß von Dscheräsch v) finden, welcher in den Jabbok (Wadi Zerka) fließt.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 7, S. 823Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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