Geräusch entsteht, im Gegensatz zum Ton, durch nicht periodische und ungleichartige Stöße (Impulse) auf unser Ohr. Man kann das G. auch experimentell mittels Sirenen (s. d.) erzeugen, wenn die schnell rotierenden Scheiben derselben eine unregelmäßige Folge von Löchern oder Zähnen besitzen. Je regeloser die letztern aufeinander folgen, desto vollkommener ist das G. Die Analyse der G. mittels Resonatoren (s. d.) zeigt, daß dieselben aus unregelmäßigen Gemischen der Tonbohen bescchen und äußerst schnell wechselnden Tonhöhen bestehen. Die sehr verschiedenen G. werden ebenso mannigfaltig bezeichnet als Rasseln, Prasseln, Knarren, anirschen, Brausen, Sausen, Plätschern Klirren, Knirschen, Knistern, Knittern, Poltern, Tosen, Getöse u. s. w. Gerbel⸗-Embach (Nikolai Karlowitsch von), Publizist und Dichter, geb. zu Kaluga 9. (21.) Mai 1837, erhielt seine Erziehung im Gouvernements-Gymnasium zu Riga und studierte darauf die Rechte in Dorpat, machte ausgedehnte Reisen durch Rußland und Deutschland, promovierte 1863 in Tübingen als Dr. philos. und ließ sich dann dauernd in Dresden nieder. Neben einer starken publizistischen Thätigkeit und als Herausgeber der belletristischen Zeitschrift KPantheono (Dresd. 1873) machte er sich hauptsächlich durch sein vielfach besprochenes Werk «Die Entwickelung des Nihilismus » (3. Aufl., Berl. 1879) einen Namen. Ebenso wertvoll sind seine Werke: «Die Attentatsperiode in Rußlando (Heilbr. 1881) und «Russische Sektierero (Heilbr. 1883), die eine genaue Kenntnis der Gesamtlitteratur Rußlands verraten. Unter jeinen Poesien sind seine Dichtungeno (Lpz. 1869) und «Religiöse Dichtungen » (Heilbr. 1881) besonders hervorzuheben.