FeedGericault (Jean Louis André Theodore)
Bildende KunstBrockhaus 1882

Gericault (Jean Louis André Theodore), franz. Maler, geb. 26. Sept. 1791 zu Rouen, kam 1806 nach Paris und war hier Schüler von Charles Vernet, später von Pierre Guerin. Seine beiden ersten Bilder, der angreifende Gardejägeroffizier Feuer und bas Seitenstück dazu, der aus dem euer kommende verwundete Kürassier (1814), jetzt im Louvre befindlich, wichen in der lebendigen Auffassung und pastosen Technik völlig von den akademischen Schultraditionen ab und verschafften ihrem Urheber eine goldene Medaille. Nach der Rückkehr der Bourbonen trat G. in die königl. Leibgarde zu Pferde. Im J. 1817 besuchte er Italien, wo ihn das Studium nach den Neapolitanern des 17. Jahrh. noch weiter in seiner Richtung förderte. Nach hande sei zurückgekehrt, wählte er zum Gegentande seiner Darstellung eine Schiffbruchscene und malte dann den Schiffbruch der Medusa (jetzt im Louvre), ein Werk von genialster Kraft, effektvoll und stürmisch-dramatisch im höchsten Grade. Dieses Gemälde erregte 1819 zu Paris viel Aufsehen, noch mehr aber in England, wo S. W. Reynolds einen Kupferstich danach verfertigte. G. ging nun nach London, arbeitete daselbst schöne, jetzt sehr seltene n der Wieroo und beschäftigte sich mit dem Studium der —— Nach seiner Heimkehr malte er Skizzen, Staffeleibilder und Aquarelle. Er starb u Paris 18. Jan. 1824. Vgl. Clément, 4G., étude Mographaus et critique o (Par. 1868).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 7, S. 830Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 1

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Bildende Kunst 6