FeedDrouais (Jean Germain)
Bildende KunstBrockhaus 1882

Drouais (Jean Germain), franz. Maler, geb. in Paris 25. Nov. 1763, lernte bei seinem Vater, einem damals sehr in Mode stehenden Bildnismaler, dann bei Brenet und endlich bei David. Im J. 1783 gewann er den großen akademischen Preis durch seinen Verlorenen Sohn, welches Bild ihm selber aber trotzdem so wenig genügte, daß er es zerschnitt. Das folgende Jahr schuf er das Kananäische Weib zu Füßen Christi (im Louvre), welches Werk einen ungewöhnlichen Erfolg erzielte. In Rom, wohin er mit David sich begab, malte er 1785 den Sterbenden Gladiator (gestochen von Monsaldy) und 1786 den Marius in Minturnae (im Louvre, gestochen von Darcis). Später entstand noch ein Philoktetes und die ersten Anfänge u einem Gemälde, welches Caj. Gracchus vor— 14 der von seiner Gattin sich losreißt, um unter em empörten Volke den Tod zu finden. Mitten in letztgenannter Arbeit überraschte D. am 13. Febr. 1788 der Tod. Wenn auch D. allzu sehr das Ideal seines Lehrers David nachahmte, dem er auch als Zeichner etwas nachsteht, so war er doch ein hochbegabtes Talent. Eiserner Fleiß und größte Strenge gegen sich selbst zeichneten ihn aus. Die Skizze des Gracchus ist in Landons Annales du Muséer (Par. 1801 fg.) gestochen.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 574Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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