Gerona, bei den Alten und mittellat. Gerunda, Festung, Bischofssitz und Hauptstadt (Ciu dad) der span. Provinz gleiches Namens (5883, qm mit I18771 299 002 C.) in Cataloniens Küsten one, liegt 30 Km vom Meere, unweit vom rechter Hfer des Ter, zu beiden Seiten seines Nebenflusses Ofar in 60m Höhe und ist Station der Linie Barce lona-Figueras-Portbou der Bahn Tarragona Barcelona y Francia. Der Ort zerfällt in die Neu siadt (El Mercadal) am ebenen linken sch des Oña und die obere oder Altstadt, welche sich am rechte UÜfer unregelmäßig am steilen Abhange des Kapu zinerbergs ausbreitet und mit ihren altertümlichet Häusern, ihrer stattlichen Kathedrale aus den 15. Ja th., zu welcher 86 Marmorstufen von 20 Breite hinaufführen, und ihren drei andern vie türmigen Kirchen und . sowi beherrscht von den Türmen und Bastionen, owie von der Citadelle Ieten 2 einen überaus pittoresken Anblick darbietet. Der Ort zählt mit den Vorstädten (1877) 15015 C. und hat fünf Pfarrlirchen, zwölf ehemalige Iunle ein Instituto, ein Seminar, eine Zeichenchule, eine öffentliche Bibliothek und ein Theater. Industrieanlagen bestehen zwei große Papier-Raye 5 snder Spinnereien und Webereien. In der i befinden sich warme Mineralquellen. Die Befestigungen bestehen aus der dicken, von Bastionen flankierten Stadtmauer und vier starken Forts, von denen drei auf dem Kapuzinerberge liegen. G. galt zu allen Zeiten für einen militärisch wichtigen Punkt und wird in den Kämpfen gegen die Mauren, von deren Dasein 7 viele Spuren, namentlich schöne Bäder, zeugen, häufig erwähnt. Auch war G. unter den Königen von Aragonien, welche es öfters zur Residenz Hlößter mit der herrlichen Kathedrale und zwölf Klöstern schmückten und ihre Erstgeborenen danach nannten, eine stark bevölkerte, reiche und mächtige Stadt. Später spielte die Festung, die im 25 Belagerungen uerst 1285 durch den franz. König Philipp III), aber nur viermal eingenommen wurde, eine wichtige Rolle in den Kriegen Ludwigs XIV. Die Franzosen belagerten sie 1684 vergebens, eroberten 5 dann 1694, gaben sie indes im Ryswijker rieden wieder heraus. Am 28. Jan. 1710 ward sie unter Philipp V. von neuem eingenommen. In den Napoleonischen Kämpfen hielt die Stadt 1809 eine Belagerung (8. Juni bis 10. Dez.) und das Feuer von 40 Batterien aus. Erst nach beispiellos tapferer Verteidigung ergab sie sich den . Auch in neuester Zeit war G. ein auptpunkt, um welchen die span. Bürgerkriege sich drehten.