Gensler (Jakob), Genremaler, geb. in Hamburg 21. Jan. 1808, war anfangs in der Heimat Schüler Gerdt Hardorffs, dann Wilhelm Tischbeins, begab sich später aber an die dresdener und endlich an die wiener Akademie. Nach der Vaterstadt 1831 zurückgekehrt, begann er eine rege Thätigkeit als Genremaler, als Radierer und Miniaturmaler. In letzterer Hinsicht lieferte er viele Adressen, Diplome und ähnliche Prachturkunden im mittelalterlichen Stilcharakter. Mehrere Werke, Gedichte und Liedersammlungen schmückte er mit Radierungen. Seine Olbilder schildern meistens das heimische Volkstreiben. G. starb in Hamburg 26. Jan. 1845. — Seine Brüder, Günther und Martin, traten ebenfalls als Maler auf, der letztere (geb. 9. Mai 1811 in Hamburg, gest. 15. Dez. 1881 daselbst) als Architektur⸗ und Genremaler, Günther, geb. 28. Febr. 1803 zu Hamburg, widmete sich vorzüglich der Porträtkunst.