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HimmelskundeBau-Lexikon 1881

Herzkurve, herzlinie oder Kardioide k. (Mathem.), ist die Kurve, welche ein bestimmter Punkt eines Kreises beschreibt, wenn er auf der Peripherie eines festen Kreises von demselben Halbmesser fortrollt. Die Kurve ist im Art. Kardioide betrachtet. Die dort aufgestellte Gleichung der Kurve muß heißen: Der feste Kreis heißt auch die Basis der Kurve. Daß die Kurve eine algebraische sein müsse, läßt die geschlossene Form derselben ahnen (vergl. das im Art. Kurve Gesagte), und daß sie jedenfalls den 3. Grad übersteigen muß, zeigt der Umstand, daß man bei ihr gerade Linien (z. B. parallel der Abseissenachse in der Figur zu Art. Kardioide) ziehen kann, welche die Kurve in 4 Punkten schneidet. Der Punkt o in jener Figur ist ein Doppelpunkt; die Kurve macht in ihm eine Spitze. — Nimmt man den Punkt o als Pol und Oynals Achse eines Polarkoordinatensystems mit den Koordinaten p u. u an, so erhält man für die Kardioide u. ihren Radiusvektor e die einfache Gleichung:

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 3, S. 36Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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