FeedHobelhunk
TechnikBau-Lexikon 1881

Hobelhunk, f., frz. tabli m. de menuisier, engl. plauing-bench, joiner's bench, Werkzeug des Tischlers, besonders zum Einspannen des Holzes während der Bearbeitang gebraucht (s. Fig. 2114). Es giebt Hobelbänke von 1,40—3,30 m. Länge, 0,450,0 M. Breite und einer der Statur des Arbeiters angemessenen Höhe von 0, bis HEIDELBERG O Oniversitätsbi 0,%8 M.; das Blatt a wird aus Weißbuchen⸗, Ahorn⸗, Ulmen⸗, auch wohl aus Rothbuchenholz verfertigt. Ihre Haupttheile sind: das Gestell, frz. bati, engl. krame, das Blatt, frz. table, engl. plank, top, die Vorderzange, frz. presse de devant, engl.side-screw, ban dem linken Ende des Blattes, also an dem, welches der Arbeiter, wenn er mit seiner rechten Seite an der Bank steht, beim Hobeln vor sich hat, und die Hinterzange, frz. presse de derrière, engl. end-screw, d an dem entgegengesetzten Ende. Beide Zangen sind mit Schrauben versehen, um das zu bearbeitende Stück einspannen zu können. In der Hinterzange befindet sich ein Loch zum Einsetzen eines Bankeisens oder Bankhakens e, frz. mentonnet, engl. benck- hook, und im Blatt eine Reihe gleicher Löcher. Zur Unterstützung des andern Endes langer Arbeitsstücken, deren eines Ende in die Vorderzange eingespannt ist, dient der Knecht, ein auf einem Fußgestell stehender gezahnter Stock mit verschiebbarem Sattel, der, mittels eines Bügels in die Zähne des Stocks eingesetzt, das Arbeitsstück stützt. Hoheleisen, n., frz. fer m. de rabot, de varlope, engl. plane-iron, f. unter Hobel. Nach neuerer Konstruktion wird das Hobeleisen, statt es mittels des Keils zu stellen, vielmehr mittels einer Stellschraube in dem Keilloch auf- und niedergeschraubt, so daß die Dicke des Hobelspanes mit der größten Genauigkeit durch Drehen jener Schraube bestimmt werden kann.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 3, S. 41Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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