Glasopal oder Hyalit, früher auch nach seinem Entdecker Müllersches Glas genannt, ein Glied der Mineralgruppe der Opale, bildet farblose, durchsichtige und stark glasglänzende Uberzüge von kleintraubiger und nierenförmiger Gestalt; es ist wasserhaltige (amorphe) Kieselsäure von dem spezifischen Gewicht 2,1; der Wassergehalt beträgt 3—6 Proz. Die wasserklaren glasähnlichen War⸗ „zen zeigen unter dem Mikroskop eine sehr feine lagenweise Zusammensetzung und vollkommene konzentrische Schichtung, womit auch die negative doppelte Lichtbrechung zusammenhängt. Der G. findet sich auf Höhlen und Klüften namentlich basaltischer Gesteine, z. B. zu Waltsch in Böhmen, anchmn in Ungarn, Erlenbach bei Frankfurt a. M., auch im Serpentin vom Zobten und Jordansmühle in Schlesien, in Hohlräumen ungar. Brauneisensteine; er ist jedenfalls eine sehr jugendliche Bildung, indem er selbst auf Gestein aufsitzende Flechten überkrustet.