Steine in der Gestalt der Kohlen zurückläßt; die Hrundkohle, eine sehr weiche Art von S., die wenig Hitze giebt. VII. Eintheilung nach Art der beim Verbrennen der S. zurückbleibende Theile. Die Backohlen werden beim Erhitzen ganz weich und geben eine zusammengebackene, mehr oder weniger poröse Kohle. Die Sinterkohlen werden beim Erhitzen nicht weich, sondern sintern zu festen Massen zusammen. Die Sandkohlen zerfallen beim Erhitzen, ohne weich zu werden, u. hinterlassen eine sandartige, pulverige Kohle. Das verschiedene Verhalten der Sen beim Erhitzen ist durch die Bestandtheile resp. die chemische Zusammensetzung derselben bedingt. VIII. Benutzung der Senzur Heizung. Großer Aschen- und Sauerstoffgehalt stimmt den Brennwerth der Steinkohlen herab. Es ist ein Vorurtheil, wenn man glaubt, durch Anfeuchten erlangten die Kohlen einen bessern Heizeffekt, denn durch Ueberführung des Wassers in Dampf geht unter allen Umständen eine bedeutende Wärme verloren. Bei vollständiger Verbrennung der Sen erzeugen sich Kohlensäure, Wasser, schweflige Säure u. etwas Stickgas. In der Praxis findet aber niemals eine vollständige Verbrennung statt, so daß unter den Verbrennungsprodukten immer noch fein vertheilte Kohle, Ammoniak⸗ und andere Verbindungen sich befinden. Ueber die Mittel zu möglichst vollständiger Verbrennung s. d. Art. Heizung, Rauch, Brennstoffe etc. IX. Benutzung zu Fabrikation von Leuchtgas, flüssigen und festen Destillationsprodukten. In dieser Beziehung sind die wasserstoffreichen Kohlen sehr geschätzt. Bei del trockenen Destillation der Kohlen entwickelt sich zuerst das einige Prozente betragende hygroskopische Wasser, welches den Kohlen stets anhaftet; dann entweichen brennbare Gase, Kohlenoxydgas, Kohlenwasserstoffe u. s. w., während bei Steigerung der Temperatur gleichzeitig eine wässerige Flüssigkeit und dann eine ölige, immer dicker werdende Masse übergeht, deren Mischung im ganzen mit dem Namen Theer bezeichnet wird. Im Rückstand bleibt aschenhaltige Kohle, Kohks. Quantität u. Beschaffenheit der entwickelten Gase sind nach Art der Kohle und nach Grad und Schnelligkeit der Erhitzung verschieden. Im allgemeinen besteht das Gas aus etwas Kohlensäure, Kohlenoxyd, verschiedenem Kohlenwasserstoff, Grubengas, etwas Stickgas, schwefliger Säure und Wasserstoffgas; dann findet man auch geringe Mengen kondensirbarer Produkte, wie Benzol, Schwefelkohlenstoff, Toluol, Schwefelwasserstoff u.s. w. in dem Gasgemenge. Die kondensirbaren Produkte der Destillation scheiden sich beim Stehen in eine leichte, wässerige Flüssigkeit u. in ein dickes Liquidum, den Theer. Die wässerige Flüssigkeit enthält namentlich Ammoniakverbindungen, geringe Mengen organischer Basen und Theertheile gelöst. Man bezeichnet sie mit dem Namen Theer⸗ od. Gas wasser und benutzt sie zu Darstellung von Ammoniaksalzen. Der eigentliche Theer besteht aus Oelen verschiedener Art, welche durch mechanisch mit übergerissene Kohlentheile schwarz u. dick geworden sind. Früher wurde dieser Theer fast nur als st Anstrichmittel benutzt. Jetzt stellt man aus ihm verschieden-Produkte, wie Benzin, leichte und schwere Theeröle und