leim u. Knorpelleim; der erstere, Colla, Glutin, Gallerte, wird aus der Lederhaut, dem Zellgewebe, Sehnen und Knochen durch Auskochen mit Wasser erhalten, am reinsten aus der Hausenblase; nach dem Eindampfen u. Trocknen bildet er eine hornige, farblose, durchsichtige Masse, die in kaltem Wasser aufquillt, in warmem sich löst und nach dem Erkalten eine Gallerte darstellt; er ist in Alkohol, Aether, Fett undätherischen Oelen nichtlöslich. Der Knorpelleim, das Chondrin, wird durch längeres Kochen der Knorpel erhalten; er unterscheidet sich vom Knochenleim dadurch, daß er durch Alaun, Bleizucker, Essigsäure und Salzsäure
Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 3, S. 276Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei