Kälber- oder Nierenbraten recht gut zu braten, Nehmet einen fetten Nieren-Braten, waschet diesen nicht aus, sondern beschabet solchen nur, wo er etwa nicht rein ist, mit einem Messer, stecket ihn an einen Spieß, leget ihn zum Feuer, und wenn er bald trocken worden, so drücket auf einen Rührlöffel ein Stück Butter und befahret den Braten über und über, u. zwar öffters, besprenget ihn ein wenig mit Saltz, so wird er recht gut braten, und sich im vorschneiden ziemlich safftig zeigen. Hierauf richtet solchen an, giesset die jus aus der Pfanne drüber, bestreuet ihn mit Semmel und schicket ihn zu Tische.
Gottlieb Siegmund Corvinus (Amaranthes), Nutzbares, galantes und curiöses Frauenzimmer-LexiconLeipzig: Gleditsch 1715 · Sp. 986–987Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0